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Zecken DAS leidige, lästige und gefährliche Übel für den Hund

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DAS leidige, lästige und gefährliche Übel für den Hund- Zecken

Unsere vierbeinigen Freunde scheinen auf Zecken eine geradezu magische Anziehungskraft zu haben. Leider sind Zecken nicht nur lästig, sondern auch gefährlich.

Beinahe überall, wo Menschen mit ihren Hunden Gassi gehen, lauern auch Zecken. Jeder Spaziergang an Waldrändern, auf Lichtungen und Wiesen, am Wegesrand oder auch an Ufern birgt daher das Risiko eines Zeckenstichs. Allgemein oft auch Zeckenbiss genannt.

Den Blutsaugern kommt ein vorbeilaufender Hund gerade recht.

Zecken sind sehr robuste Schädlinge. Sie sollten sorgfältig entfernt werden, um mögliche Schäden vom Hund fern zu halten. Hilfreich ist es, wenn der Hund nach jeder Runde schon vor der Haustür abgesucht oder kurz ausgebürstet wird. So lassen sich lose Zecken direkt entfernen und werden gar nicht erst mit in die Wohnung geschleppt.

Hat die Zecke im Fell einen optimalen Platz gefunden, nutzt sie ihr Mundwerkzeug, und beißt/saugt sich fest. Einmal festgesaugt, beginnt die Zecke mit ihrer Blutmahlzeit. Wird eine Zecke im Fell entdeckt, sollte der Schädling so schnell wie möglich entfernt werden.

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Zecken richtig entfernen

Zecken dürfen nicht einfach aus der Haut gerissen werden. Sie geraten unter Stress und sondern über den Speichel einen giftigen Stoff ab, der in die Blutbahn des Hundes gelangt. Zum Entfernen gibt es einige Haus- und Hilfsmittel:

Hausmittel:

  • Kokosöl
  • Kieselgur

Zecken beim Hund mit Hausmitteln entfernen

Wer nicht gerne zur chenmischen Keule greifen, den Hund aber trotzdem vor Zecken schützen möchte, kann vorbeugend Hausmittel nutzen. Diese Mittel haben in der Regel keine Nebenwirkungen und lassen sich leicht anwenden.

Kokosöl

Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure hilft dabei, Zecken und andere Schädlinge, wie Flöhe, zu bekämpfen. Das Kokosöl wird auf Fell und Haut aufgetragen und/ oder ins Futter gemischt. Zecken meiden die Bereiche, die mit Laurinsäure behandelt wurden oder fallen schnell ab, wenn sie sich doch einmal festgesaugt haben. Kokosöl hat den Vorteil, dass es gut riecht und gleichzeitig Haut und Fell pflegt.

Kieselgur

Kieselgur ist ein Pulver, mit dem sich Zecken beim Hund bekämpfen lassen. Das Mittel besteht aus fossilen Kieselalgen bzw. deren Siliziumdioxid-Schalen. Das Pulver wird auf das Fell gestreut und einmassiert. Es kann die äußere Hülle der Zecken durchdringen und trocknet diese aus. Das dauert in der Regel nicht länger als 1 bis 3 Tage. Zudem greift Kieselgur den Stechrüssel der Zecken und deren Mundwerkzeug an.

Hilfsmittel:

  • Zeckenzange
  • Zeckenhaken
  • Zeckenschlinge
  • Zeckenkarte

Zeckenzangen zum Entfernen

Zeckenzangen haben zwei kleine Greifarme, die Greifarme müssen weit geöffnet sein und müssen so nahe wie möglich an der Haut angesetzt werden. Wenn die Zecke deutlich zwischen den Greifarmen zu sehen ist, werden diese geschlossen. Mit einer Hand sollte nun die umgebende Haut etwas gespannt/ gehalten werden, während die Zeckenzange mit der anderen Hand vorsichtig und mit einem leichten Zug nach oben geholt wird.

Es ist wichtig, dass auch der Kopf der Zecke vollständig aus der Haut gelöst wird.

Empfohlen wird die betroffene Stelle anschließend mit einem milden Desinfektionsmittel zu behandeln und die Zecke zu entsorgen.

Zeckenhaken richtig nutzen

Der Zeckenhaken wird zwischen Haut und Zecke geschoben, sodass diese gut sichtbar auf dem Haken „sitzt“. Der Zeckenhaken wird zwei bis dreimal gedreht und leicht hin und her bewegt, wodurch sich die Zecke aus der Haut löst und auf dem Haken liegend direkt entsorgt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Zecke ganz ohne Ziehen oder Druck entfernt werden kann, wodurch sich die Gefahr einer Infektion verringert.

Zeckenschlinge

Funktioniert wie ein Kugelschreiber. Sie drücken oben auf den Knopf der Zeckenschlinge und halten ihn gedrückt. Das sorgt dafür, dass unten aus der Zeckenschlinge eine kleine Schlinge ausfährt. Die Schlinge legt man leicht um die Zecke. Beim Loslassen des Knopfs schließt sich die Zeckenschlinge um die Zecke. Die Schlinge ist so dünn, dass Sie den Blutsauger dabei sehr dicht an der Haut erwischen können.  Ziehen Sie die Zecke nun einfach heraus.

Zeckenkarte

Mit einer Zeckenkarte wird die Zecke in einer V-förmigen Aussparung fixiert und durch eine Bewegung nach oben und vorn entfernt. Die Zeckenkarte fungiert dabei als Hebel. Einige Zeckenkartenmodelle besitzen unterschiedlich große V-Auslassungen, zum Entfernen verschieden großer Zecken.

So geht es nicht- Fehler beim Entfernen der Zecken

Oft wird dazu geraten Öl auf die Zecke zu geben und diese dann zu entfernen. Durch das Öl soll die Zecke ersticken – das stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Die Zecken geraten in Stress und sondern zusammen mit Speichel einen Giftstoff ab, der durch das Saugen in die Blutbahn des Hundes gelangt.

Ebenso wenig hilft Klebstoff! Klebstoff verklebt nicht nur die Zecke, sondern landet auch auf der Haut des Hundes und in seinem Fell.  Auch bei Klebstoff sondert die Zecke ein giftiges Sekret ab, sodass dieser Tipp dem Hund nur schadet.

Wissenswert

Zecken gehören zu den zähen Außenparasiten und lassen sich nur mit etwas Kraft und Mühe töten. Wurde eine volle Zecke entfernt, dann kann sie in ausreichend Küchenpapier gewickelt und zerdrückt werden. Das geht allerdings nicht ganz leicht, denn etwas Kraft ist dazu nötig.

Zecken sind so robust, dass sie auch bei einem 40° Grad Waschgang in der Waschmaschine nicht abgetötet werden. Wollen sie auf Nummer sicher gehen, sollten sie ihre Wäsche bei mindestens 60° Grad waschen und anschließend in den Wäschetrockner geben, um Zecken, die sich an der Kleidung versteckt haben, abzutöten.

Akut oder zur Vorbeugung

Zur Vorbeugung gibt es verschiedene Mittel. Manche dieser Mittel sind chemischen Zusätzen versehen, und eignen sich daher gar nicht oder nur bedingt für Welpen, trächtige Hündinnen oder Senioren.

Zeckenmittel

  • Puder
  • Zeckenhalsband
  • Spot On/Tropfen gegen Zecken
  • Tabletten
  • Spray
  • Shampoo

Puder gegen Zecken

Puder gegen Zecken wird oft als Kombi-Produkt gegen Flöhe und Zecken angeboten und ist leicht anzuwenden. Der Puder kann direkt aus dem Spender auf das Fell gegeben verteilt werden. Die im Puder enthaltene Stoffe töten die Zecken ab und haben zum Teil eine austrocknende Wirkung.

Nachteil:
  • bei häufiger Anwendung kann auch die Haut des Hundes austrocknen
 Vorteil:
  • der Puder kann auch für das Hundekörbchen oder die Hundedecke benutzt werden und wirkt auch dort.

Zeckenhalsband für Hunde

Zeckenhalsbänder können Hunde vorbeugend tragen. Sie wirken aber auch bei einem akuten Befall, wenn sich Zecken bereits festgesaugt haben. Zeckenhalsbänder sind mit einem speziellen Wirkstoff versehen, der kontinuierlich abgegeben wird. Um einen durchgehenden Schutz zu erlangen, müssen Zeckenhalsbänder regelmäßig getragen und erneuert werden. Bis sich der Wirkstoff voll entfalten kann, müssen durchschnittlich 12 bis 24 Stunden vergehen. Die Zecken fallen dann einfach von dem Hund ab und können entsorgt werden.

Spot On gegen Zecken

Spot On sind flüssige Mittel, die dem Hund direkt auf die Haut geträufelt werden. Angeboten werden die Mittel in kleinen Pipetten, auf die Größe und das Gewicht des Hundes abgestimmt. Spot On werden in der Regel im Nackenbereich aufgetragen. Der Hund kann diese Stelle beim Putzen nicht erreichen. So wird sichergestellt, dass das Zeckenmittel nicht abgeleckt und aufgenommen wird.

Diese Mittel wirken meist sehr schnell und töten Zecken zuverlässig ab.

Tropfen als Zeckenmittel

Anders als das reine Spot On gibt es auch Tropfen gegen Zecken, die ohne chemische Zusätze wirken. Es werden verschiedene Düfte, Pflanzenstoffe oder Gewürze verwendet, um den Zecken den Garaus zu machen. Beliebt sind Teebaumöl, Geranienöl, Lavendelöl etc.

Die meisten dieser Tropfen werden in regelmäßigen Abständen gleichmäßig in das Fell geträufelt. Dabei wird im Abstand von ca. 10 cm angefangen beim Kopf, bis hin zum Schwanzansatz, jeweils ein Tropfen aufgetragen. Die Mittel können vorbeugend genutzt werden, eignen sich aber auch bei einem akuten Befall mit Zecken.

Tabletten

In Form von Kautabletten können Zecken bei Hunden ebenfalls bekämpft werden. Tabletten, die chemisch wirken, werden in der Regel alle drei Monate verabreicht. Mit vier Tablettengaben im Jahr kann der Hund durchgehend vor den kleinen Blutsaugern geschützt werden.

Bitte bezüglich möglicher Nebenwirkungen die Packungsbeilage beachten und mit dem Tierarzt Rücksprache halten.

Anti-Zecken-Spray

Spray lässt sich leicht auftragen und kann in das Fell einmassiert oder nach dem Auftragen mit einer Bürste eingearbeitet werden. Sprays können mit chemischen Zusätzen, aber auch mit natürlichen Wirkstoffen erfolgreich im Kampf gegen Zecken sein.

Wird der Hund nass, ist die Wirkung wieder weg. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass nichts von dem feinen Sprühnebel in die Augen des Hundes gelangt.

Hundeshampoo gegen Zecken

Mit Zeckenshampoo wird der Hund bei einem Zeckenbefall gründlich komplett eingeschäumt.

Zecken übertragen ernsthafte Krankheiten beim Hund

Zecken legen beim Saugen das bis zu 200-fache ihres Gewichts zu. Je länger sie saugen, desto höher ist das Risiko einer Erkrankung. Nach einem Zeckenstich kann der Hund mitunter schwer krank werden. Die Zecke selbst in den meisten Fällen für den Hund nicht gefährlich, auch wenn es mehrere Blutsauger gleichzeitig auf ihn abgesehen haben. Der Blutverlust kann nur bei massivem Zeckenbefall zum Problem werden. Aber Zecken tragen verschiedene Krankheitserreger mit sich, die sie beim Blutsaugen auf den Hund übertragen können. Hunde sind dabei deutlich gefährdeter als Katzen, unter einer durch Zecken übertragenen Krankheit zu leiden.

  • Borreliose
  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • Babesiose
  • FSME

Besonders häufig kommt in Deutschland die Borreliose vor.

Nun haben Frauchen und Herrchen die Qual der Wahl des richtigen Mittels für ihre Fellnasen.

Es gibt sicherlich noch weitere Mittel gegen Zecken von Bernstein- über Keramikhalsbändern bis hin zu Schwarzkümmelöl. Hierüber schreib ich bestimmt einen weiteren Blogbeitrag.